Microsoft Power Platform – Beschreibung und Use Cases

Nicht nur auf der Power Platform World Tour (05./06.11.19 in München) war die Microsoft Power Platform ein wichtiges Thema. Was hinter der MPP steckt und für wen diese inter­essant sein könnte.

Eine glasklare Defi­nition für die Microsoft Power Platform gibt es nicht. Vielmehr ist der Begriff ein Marketing Brand, unter dem Microsoft mehrere Dinge im Bereich Business-Appli­­ka­­tionen zusam­men­fasst und das daher auch oft in Verbindung mit MS Dynamics 365 und MS Office 365 genannt wird.

Als Kompo­nenten der Power Platform werden meist die drei Produkte MS Power BI, MS Power Apps und MS Flow gelistet, welche alle den Anspruch haben, verschiedene Self Service Bedarfe (Analy­sieren, Agieren, Auto­ma­ti­sieren) enga­gierter Busi­­nes­s/­­Power-Anwender abzu­decken. Das Binde­glied von allen Power Tools ist eine vierte Kompo­nente, der Common Data Service (CDS). Im CDS können gemeinsame Daten verwaltet werden, das CDS bietet hierfür auch teilweise vorkon­fek­tio­nierte Datenmodelle.

Argumente für einen Einsatz der Microsoft Power Platform

Geringe Einstiegs­hürde durch no/low-Code Lösungen
Fast alle Funk­tio­na­li­täten sind direkt per Maus­klicks nutzbar, also ohne Program­mierung. Anwender aus dem Fach­be­reich, die in der Vergan­genheit bereit Lösungen mit Office Makros (VBA), MS Access, Excel oder Share­Point Designer gebaut haben, dürften über die neuen Möglich­keiten der Power Platform begeistert sein

Mobile und Multi-User ready
Alle Power Tools werden primär über Web-UIs als Cloud-Services genutzt und bieten daher auch out-of-the-box die Möglichkeit, über Mobile Devices bereit­ge­stellt und als Multi-User-Anwen­­dungen genutzt zu werden.

Natural Fit – Inte­gration in Microsoft 365
Die Tools inte­grieren sich naht­los­sowohl in die MS Dynamics/Office 365 Welt der Business Appli­ka­tionen also auch in die MS Azure IT Platform (IaaS, PaaS).

verovis Bewertung der Microsoft Power Platform

Aus verovis Sicht is die Microsoft Power Platform ein span­nendes Produkt, das sowohl intern als auch bei Kunden­pro­jekten Einsatz findet. Im Rahmen der Clou­di­fi­zierung und digitalen Trans­for­mation werden Self-Service Tools wie die Power Platform in Zukunft mit Sicherheit weiter an Bedeutung gewinnen.

Mehr Details und weiter­füh­rende Links zu den einzelnen Tools:

Power BI

… ermög­licht es Jedermann  (Roh-)Daten aus verschie­denen Quellen zusam­men­zu­führen, zu trans­for­mieren, zu veredeln und in aufschluss­reiche Visua­li­sie­rungen umzu­wandeln, mit denen fakten-basierte Geschäfts­entscheidungen getroffen werden können. Weitere Infor­ma­tionen [hier]

 

PowerApps

… ermög­licht es Jedermann Web- und mobile Apps zu erstellen, ohne Code schreiben zu müssen. Die natür­liche Verbindung zwischen Power BI und PowerApps erleichtert die Zusam­men­arbeit aller betei­ligten Personen in Geschäfts­pro­zessen. Dies geschieht in maßge­schnei­derten und häufig aufga­ben­spe­zi­fi­schen Apps, die die Produk­ti­vität der Mitar­beiter steigern.

Alle in PowerApps erfassten Daten können zur weiteren Analyse in Power BI zurück­ge­führt werden, wodurch ein Prozess mit geschlos­senem Regel­kreis zur konti­nu­ier­lichen Verbes­serung entsteht. Weitere Infor­ma­tionen [hier]

 

Flow

… ist ein intel­li­genter Prozess­au­to­ma­ti­sie­rungs­dienst, der über die einfache Auto­ma­ti­sierung von Aufgaben hinausgeht. Dies ermög­licht es nicht-tech­­ni­­schen Benutzern, komplexe Geschäfts­pro­zesse und Workflows ohne eine komplexe IT-Imple­­men­­tierung zu auto­ma­ti­sieren. Über eine einfache und intuitive Benut­zer­ober­fläche können Benutzer auto­ma­ti­sierte Workflows erstellen, die wiederum Daten für Power BI und oder  PowerApps bereit­stellen oder dort Aktionen auslösen. Weitere Infor­ma­tionen [hier]

 

Common Data Service (CDS)

Das Herzstück der Power Platform ist der Common Data Service (CDS). Der CDS fungiert als erwei­ter­barer Objekt­speicher, der Daten hostet, die als Entitäten struk­tu­riert sind. Jede Entität ist ein Satz häufig verwen­deter Geschäfts­daten, ähnlich einer Zeile in einer Tabelle, wobei alle Instanzen einer Entität wie eine Daten­bank­ta­belle wirken. Eine Entität kann eine Adresse, ein Produkt oder ein Kunden­da­tensatz sein. Anwen­dungen wie Dynamics 365 liefern bereits Stan­dard­en­ti­täten für das CDW die dann in Power BI, PowerApps und Flow genutzt werden können. Unter­nehmen können Stan­dard­en­ti­täten indi­vi­dua­li­sieren oder ganz neue Entitäten erstellen.

 

(Quelle: The Common Data Model, Microsoft)

 

Links

Gene­relles zur MS Power Platform: https://powerplatform.microsoft.com/en-us/

Mehr zu MS Power Apps: https://docs.microsoft.com/de-de/powerapps/maker/common-data-service/data-platform-intro

Mehr zur Workflow Defi­nition Language: https://docs.microsoft.com/en-us/azure/logic-apps/logic-apps-workflow-definition-language

Mehr zu Azure Logic Apps: https://docs.microsoft.com/en-us/azure/logic-apps/logic-apps-overview

Power Platform World Tour in München: https://www.powerplatformworldtour.com/locations/munich

 

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