Mit der Prä­sen­ta­ti­on der Kon­so­li­die­rungs­lö­sung SAP S/4HANA for Group Reporting öffnet SAP die S/4HANA Plattform für Themen rund um die Kon­so­li­die­rung. Dabei bietet SAP eine inte­grier­te Sys­tem­land­schaft, die sich sowohl mit Daten­er­fas­sung, Planung und Kon­so­li­die­rung als auch mit dem Thema Reporting und Dis­clo­sure Manage­ment beschäf­tigt.

Abbildung 1: Sys­tem­land­schaft

 Daten­er­fas­sung (non-SAP), Non-Finan­cials und Anhangs­an­ga­ben in der SAP Group Reporting Data Collec­tion

Die Daten­er­fas­sung von Nicht-SAP-Gesell­schaf­ten, Non-financial Infor­ma­ti­on sowie Anhangs­an­ga­ben kann in Zukunft durch die SAP Group Reporting Data Collec­tion erleich­tert werden. Die Idee dahinter ist, dass Benutzer sich ihre eigene Daten­er­fas­sungs­ober­flä­che mit dem gewünsch­ten Dimen­sio­nen anlegen und anschlie­ßend zur dezen­tra­len Erfassung der Daten freigeben. Die dabei erfassten Daten können zum gewünsch­ten Zeitpunkt in S/4HANA über­tra­gen werden. Der erster Protetype steht bereits in der Cloud Version zur Verfügung. Die On-Premises Version wird ab Release 1909 um diese Funk­tio­na­li­tät erweitert.

SAP Analytics Cloud als Reporting und Dashboard Lösung

Die Planung, die Reporting sowie ein Dashboard können in der SAP Analytics Cloud aufgebaut werden. So kann die Kon­zern­plaung in SAP Analytics Cloud erstellt werden, visua­li­siert und anschlie­ßend mit Hilfe des Group Reportings in Echtzeit kon­so­li­diert werden.

Kon­so­li­die­rung in SAP S/4HANA for Group Reporting

SAP S/4HANA for Group Reporting greift nach der Bereit­stel­lung auf die Ist‑, Plan- und Forecast-Daten zu und führt die rele­van­ten Kon­so­li­die­rungs­maß­nah­men aus. Durch die Inte­gra­ti­on aller Pro­zess­schrit­te in die S/4HANA Umgebung und der kon­ti­nu­ier­li­che Daten­va­li­die­rung steigt die Daten­qua­li­tät erheblich an. Des Weiteren erhöht sich die Geschwin­dig­keit sowie die Trans­pa­renz durch die Mini­mie­rung der red­un­dan­ten Daten­hal­tung.

Roadmap-Thema Dis­clo­sure Manage­ment

Geplant ist, die Sys­tem­land­schaft durch ein Dis­clo­sure Manage­ment zu erwei­te­rern. Diese Ergänzung soll die Lücke schließen printfertige/online Reports bzw. Kon­zern­ab­schlüs­se auf Basis der S/4HANA-Daten zu erstellen.

Echtzeit-Ver­ar­bei­tung auf Datenbank Ebene

Neben der erwei­ter­ten Sys­tem­land­schaft wurde von Seitens SAP der Fokus vor allem auf das Herzstück des Systems der In-Memory-Datenbank gelegt. Die SAP HANA In-Memory-Datenbank ermög­licht die Ech­zeit­ver­ar­bei­tung von Mas­sen­in­for­ma­tio­nen. Des Weiteren bietet die Tech­no­lo­gie die Mög­lich­keit den her­kömm­li­chen Ansatz auf­zu­bre­chen und red­un­dan­te Daten­hal­tung sowie einen Verlust des Detail­lie­rungs­gra­des auf Kon­so­li­die­rungs­ebe­ne zu mini­mie­ren.

Gesamt­über­blick der Sys­tem­ar­chi­tek­tur rund um SAP S/4HANA for Group Reporting

Abbildung 2: Her­kömm­li­che Sys­tem­ar­chi­tek­tur mit SAP BW im Vergleich zur Sys­tem­ar­chi­tek­tur mit SAP S/4HANA

Bei der her­kömm­li­chen Sys­tem­ar­chi­tek­tur werden Daten aus den SAP-Systemen im Rahmen des ETL-Prozesses (Extrakt, Transport, Load) aggre­giert, ggf. ange­rei­chert, trans­for­miert und anschlie­ßend in das SAP-BW trans­por­tiert. Die Daten der Non-SAP-Systemen können mit Hilfe eines Flat File Uploads oder AO-Workbooks in das SAP BW über­tra­gen werden. Um die Daten anschlie­ßend in die Kon­so­li­die­rungs­lö­sung zu über­tra­gen, muss eine der Maßnahmen zum Daten Upload initiiert werden. Dies führt zu Red­un­dan­zen, Verlust von Trans­pa­renz und birgt die Gefahr von Medi­en­brü­chen in dem gesamten Daten­fluss aus dem ERP-System über das SAP-BW bis hin zu der Kon­so­li­die­rungs­lö­sung.

Die In-Memory-Tech­no­lo­gie ermög­licht einen inno­va­ti­ven Ansatz. So werden die gra­nu­la­ren Daten aus der Buch­hal­tung nicht mehr von einem SAP-System in anderes SAP-System trans­fe­riert, sondern die SAP S/4HANA Buch­hal­tungs­da­ten werden zentral in der ACDOCA Tabelle in S/4HANA abgelegt. Somit steht die Finanz­buch­hal­tung in ständigem Austausch mit der Kon­so­li­die­rung. Einen auto­ma­ti­sier­ten Überblick über den Status der Daten­ver­ar­bei­tung innerhalb der beiden Daten­hal­tun­gen gibt eine aus­führ­li­che Pro­to­kol­lie­rung.

Zen­tra­li­sier­tes Finanz­sys­tem in SAP Central Finance

Bei einer hete­ro­ge­nen Sys­tem­land­schaft, unter­schied­li­chen SAP- und Non-SAP-Buch­hal­tungs­sys­te­me sowie ver­schie­den Releases, ermög­li­chet SAP Central Finance ein zen­tra­li­sier­tes Finanz­sys­tem mit har­mo­ni­sier­ten Daten­struk­tu­ren zu eta­blie­ren. Der Einsatz von Central Finance birgt den Vorteil, dass die ange­schlos­se­nen Systeme in Echtzeit repli­ziert werden und es besteht ein Single-Point of Truth auf das sich das Real-Time Reporting beziehen kann.

Alle Ein­zel­ab­schluss­da­ten können mit dem Echt­zeit­zu­griff aus SAP S/4HANA for Group Reporting kon­so­li­diert werden. Dabei werden die Daten nicht, wie bei der her­kömm­li­chen Sys­tem­ar­chi­tek­tur, erst in ein anderes System geladen und somit dupli­ziert, sondern es wird direkt auf die gra­nu­la­ren Finanz­da­ten zuge­grif­fen. Um einen Single-Point of Truth im Group Reporting her­zu­stel­len, ohne die Arbeiten im Ein­zel­ab­schluss zu blo­ckie­ren, müssen die Daten frei­ge­ge­ben werden. Dieser Zeits­tem­pel ermög­licht es, einen Stand ein­zu­frie­ren, obwohl die Ein­zel­buch­hal­tung in der Zwi­schen­zeit neue Daten­sät­ze in der ACDOCA Tabelle generiert.

Neben dem Einsatz von Central Finance gibt es drei Mög­lich­kei­ten, die Daten von Non-SAP-Systeme hoch­zu­la­den bzw. anzu­bin­den. Eine Variante besteht darin, Daten aus Dateien in das System ein­zu­le­sen. Des Weiteren können die Daten mit Hilfe des „App­li­ca­ti­on Pro­gramming Interface“ ange­bun­den oder im SAP Group Reporting Data Collec­tion erfasst werden. Diese Ein­zel­ab­schluss­in­for­ma­tio­nen werden nicht wie bei den voll inte­grier­ten Systemen in der ACDOCA, sondern in der ACDOCU Tabelle gespei­chert.

Abbildung 3: Inte­grier­te Sys­tem­ar­chi­tek­tur

Im Anschluss werden alle vali­dier­ten Daten mit Hilfe von Group Reporting peri­odisch kon­so­li­diert. Die Buchungen der einzelnen Kon­so­li­die­rungs­maß­nah­men werden dabei in der ACDOCU Tabelle gespei­chert. Alle Tabellen können mit Hilfe des neuen Ad-hoc Reporting oder SAP Analytics Cloud ana­ly­siert und visua­li­siert werden.

Mehrwert der SAP S/4HANA for Group Reporting Sys­tem­ar­chi­tek­tur im Überblick

Durch die enge Ver­knüp­fung der einzelnen Tabellen ergeben sich neue Ana­ly­se­mög­lich­kei­ten direkt im Kon­so­li­die­rungs­sys­tem. Somit ist es möglich aus dem kon­so­li­dier­ten Berichts­we­sen durch einen direkten Absprung die ori­gi­nä­ren Belege auf­zu­ru­fen. Mit einem Klick können so im Hand­um­dre­hen Daten der Ein­zel­ab­schluss­ebe­ne zu Vali­die­rungs­zwe­cken hin­zu­ge­zo­gen werden. Wenn die Sys­tem­ar­chi­tek­tur wie in Abbildung 3 imple­men­tiert ist, kann bei­spiels­wei­se in die tiefste Detail­e­be­ne eines ope­ra­ti­ven Kontos Einblick genommen werden. Diese Infor­ma­tio­nen können im Reporting durch die Drag & Drop Funk­tio­na­li­tät ganz einfach in einen Bericht inte­griert werden.

Außerdem können Vali­die­run­gen, wie eine Über­prü­fung des Inter­com­pa­ny Part­ner­codes im Rahmen einer Inter­com­pa­ny-Trans­ak­ti­on, direkt im ope­ra­ti­ven System (S/4 HANA) statt­fin­den.

Schluss­end­lich pro­fi­tiert auch die IT-Abteilung von einer SAP S/4 HANA for Group Reporting Ein­füh­rung. Die Stamm­da­ten werden innerhalb des Fach­be­rei­ches admi­nis­triert, sodass einige Tätig­kei­ten auf Seiten der IT-Ver­ant­wort­li­chen wegfallen. So ist das Stamm­da­ten­ma­nage­ment in erster Linie kein tech­no­lo­gi­sches und daher auch kein reines IT-Thema mehr. Vielmehr sollte das Stamm­da­ten­ma­nage­ment in Unter­neh­men gemeinsam von den Fach­be­rei­chen in Zusam­men­ar­beit mit der IT vor­an­ge­trie­ben werden.

verovis Unter­stüt­zung bei SAP S/4HANA for Group Reporting

Im Ergebnis bietet die neue Kon­so­li­die­rungs­lö­sung SAP S/4HANA for Group Reporting in Kom­bi­na­ti­on mit der gesamten SAP S/4HANA Plattform neue Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten bei dem Aufbau der gesamten Sys­tem­ar­chi­tek­tur. Die zur Auswahl stehenden Mög­lich­kei­ten werden von uns detail­liert vor­ge­stellt und es erfolgt die Unter­stüt­zung des Kunden bei der Ent­schei­dungs­fin­dung. Anschlie­ßend erfolgen die Kon­zi­pie­rung und die Imple­men­tie­rung der Kon­so­li­die­rungs­lö­sung in die neue Sys­tem­ar­chi­tek­tur. Wir freuen uns auf einen Austausch zum Thema SAP S/4HANA for Group Reporting und auf Ihre Kon­takt­auf­nah­me.